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Teppichkunst aus Algerien

Erneuerung eines Traditionshandwerks

"Der algerische Teppich: Kulturelles Erbe und Modernisierung". Unter diesem Motto versammelten sich am 3. und 4. November 2010 Vertreter der Teppichindustrie in Algeriens Hauptstadt Algier. Auf Einladung der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) kamen algerische Teppichproduzenten, Importeure aus Deutschland und Frankreich, GoodWeave Deutschland und Vertreter der algerischen Regierung und regionaler Handelskammern an einen Tisch.

Eine algerisch-europäische Ko-Produktion

Martin Graebener (Talis GmbH), Teppichimporteur aus Deutschland, und sein französischer Kollege Marcel Zelmanovitch (Diurne), beide GoodWeave Lizenznehmer, sind vom Potenzial des algerischen Teppichs für den Export überzeugt. Sie betonen, dass sowohl das traditionelle algerische Knüpf- handwerk mit seiner reichen Farbgebung den Teppichen ihre Authentizität verleihen und so einen Qualtiätsvorteil gegenüber billig produzierter Massenware schaffen. In Kooperation mit GoodWeave unterstützen die Firmen Talis und Diurne den Aufbau einer ethisch ausgerichteten algerischen Teppichproduktion für den Export.

Vertreter der algerischen Handwerkskammer  sehen in den gemeinsamen Anstrengungen eine Chance, die traditionsreiche algerische Knüpfkunst zu bewahren und das  handwerkliche Wissen an die jungen Algerier weiterzugegeben. Mit speziellen Ausbildungsprogrammen können neue Arbeitsplätze im Teppichbereich entstehen. Algerien ist momentan mit der Herausforderung einer hohen Jugendarbeitslosigkeit konfrontiert.

Von Frauen für Frauen

Die Importeure aus Deutschland und Frankreich heben die zentrale Rolle der Frauen im algerischen Teppichhandwerk hervor. Die Algerierinnen verfügen über handwerkliche Kenntnisse und Erfahrung im Knüpfen und sollen zukünftig weiter gefördert werden. Dies sei auch deshalb von Vorteil, weiß der Unternehmer Martin Graebener, weil Teppiche in Deutschland vorwiegend von Frauen ausgesucht würden. So entwickele sich eine Produktion von Frauen für Frauen.

Alle Beteiligten zeigten sich zum Abschluss der Konferenz zufrieden über den engagierten Austausch und die konkreten Absprachen zum weiteren Verlauf der Kooperation. Ziel ist es, auf der Domotex, der weltweit größten Teppichmesse, die vom 15. bis zum 19. Januar in Hannover stattfinden wird, die erste Kollektion vorzustellen, die aus dieser Zusammenarbeit hervorgeht.

 

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