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Informativ und präventiv gegen Kinderarbeit

Mädchen im Unterricht

Bildungsprogramm in Varanasi

Im Teppichgürtel Indiens rund um die Stadt Varanasi fördert die Human Welfare Association (HWA) Teppichwebergemeinschaften und führt Projekte durch, um ausbeuterische Kinderarbeit zu verhindern. GoodWeave unterstützt und begleitet die Arbeit der HWA.

In der Region um Varanasi gibt es eine große Zahl von Kinderarbeitern. Sie schuften bis zu 14 Stunden am Tag und leiden unter Mangelernährung und Krankheiten, wie Rückenleiden oder Sehschwächen.  Die meisten dieser Kinder arbeiten, um ihre Familien mit zu versorgen, anstatt zur Schule zu gehen. 

Die Mitarbeiter der HWA sind direkt vor Ort in den Teppichwebergemeinschaften und informieren über die Rechte der Kinder, die körperlichen und seelischen Folgen von Kinderarbeit und ermutigen, den Kindern eine schulische Ausbildung zu ermöglichen. Hilfreich dabei ist das neu gegründete Forum für Kinderrechte. Auf spielerische Art und Weise werden die Themen den Kindern selbst nahe gebracht, zum Beispiel in einer Kinderrechts-Ralley.

Mit Unterstützung der lokalen Dorfgemeinschaften hat die HWA drei Bildungseinrichtungen rund um Varanasi aufgebaut. Ehemalige Kinderarbeiter und Schulabbrecher, sowie Mädchen, die älter als 12 Jahre sind und keine staatliche Schule besucht haben, erhalten in ihrem Dorf eine grundlegende Schulbildung.

Mädchen Chowki

Guria ist heute 18 Jahre und lebt mit ihrer Familie in dem kleinen Dorf Chowki, nahe Varanasi. Gurias Mutter wurde schwer krank, als Guria neun Jahre alt war. Seitdem führen Guria und ihre Schwestern den Haushalt und kümmern sich um die jüngeren Geschwister. Um etwas Geld zu verdienen, begann Guria Garn für Teppichwebfabriken zu spinnen. So wurde sie Kinderarbeiterin und konnte nicht mehr zur Schule gehen. Heute besuchen Guria und ihre Schwestern regelmäßig die Kurse der HWA. Der Unterricht findet in ihrem Dorf in der Nähe ihres Hauses statt.

Die HWA hat sich auf die Fahne geschrieben, für die besonders benachteiligten Gruppen in der indischen Gesellschaft einzutreten. Religiöse Minderheiten und Angehörige der unteren indischen Kasten haben kaum oder nur erschwert Zugang zu staatlichen Förderprogrammen. Sie werden durch die Projekte und Bildungsangebote der HWA gesondert unterstützt.

 

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